17.01.2026 - Zunftapéro mit dem Plakettensponsor
Zwei Wochen nach Amtsantritt von Heinivater Giovi Valetti konnte er im Beisein von Heinimamme Sonja sowie den Heinigoofen Nika und Lenny den Plakettensponsoren 2026 herzlich danken. In diesem Jahr sind das Mitmeister Carsten Scholl mit seiner Franziska von der QLogBook GmbH aus Rickenbach. Der Plakettensponsor begleitet die Zunft Heini von Uri Sursee im 150-Jahre-Jubiläum.
Am 3. Januar 2026 um 19:00 Uhr grüsste Heinivater Giovi Valetti unter grossem Jubel die Surseer Fasnächtler vom Rathausbalken. Das erste Mal erfuhren alle, wer die Soorser Fasnacht im Jubiläumsjahr anführt und wer hinter dem Motto «Inere Wält vo Elfe, Fee ond Superhelde» steckt. Diese Tradition geht zurück ins Jahre 1876. Giovi Valetti ist nunmehr der 140. Heinivater, dem dieses Amt zuteil wird.
Plakette aus Surseer Hand
Am vergangenen Samstagmorgen besuchte er mit Zunftmeister Florian Felber mehr als 20 Zünftige und unterstützte diese beim Verkauf der diesjährigen Fasnachtsplaketten. In den Ausführungen Bronze, Gold, der Heiniplakette sowie limitierten Jubiläumsplakette hat der Surseer Goldschmid und Altheinivater Oli Schnieper sie wunderschön geformt. Sie zeigt das Sujet «150 Jahre Zunft Heini von Uri Sursee».
Am Nachmittag dann haben der diesjährige Heinivater, Vertreter des Plakettenkomitees und des Zunftrates in würdigem Rahmen den diesjährigen Plakettensponsoren vom der QLogBook GmbH als Dankeschön für deren Unterstützung einen kompletten Plakettensatz übergeben. Zunftmeister Florian Felber bedankte sich bei Mitmeister Carsten Scholl und Franziska für das Engagement. «Wir werden uns noch in 100 Jahren daran erinnern, wer beim Jubiläum 150 Jahre Zunft Heini von Uri Plakettensponsor war.» Er richtete seinen Dank auch an den Plakettengestalter Oli Schnieper, der die Plaketten ebenfalls verkaufte. «Du hast einen wunderbaren Zeitzeugen geschaffen. Die Plaketten 2026 kommen sehr gut an.» Auch Heinivater Giovi Valetti bedankte sich bei den Plakettensponsoren mit würdigen Worten.
Für das Jubiläum
Plakettengestalter Oli Schnieper erklärte die Plakette 2026. «Wir sehen das bekannte Logo unserer Zunft, das wir an unserem Rücken und im Herzen tragen.» Vor 50 Jahren sei das gleiche Logo für die damalige Plakette gewählt worden. «Ich habe dieses Logo etwas aufgefrischt. Es sieht nun etwas moderner aus.»
Der Plakettensponsor QLogBook stellt Software für Managementsysteme her. Mitmeister Carsten Scholl sagte zu seinem finanziellen Engagement: «Das Jubiläumsjahr 150 Jahre ist eine einmalige Chance. Wir sind auch froh, dass wir für dieses Jahr angefragt wurden.»
Später servierte Stubenmeister Pascal Bühler in der sehr gut gefüllten Zunftstube allen Hungrigen feine Gehacktes mit Hörnli, was rege genossen wurde. Den Plakettensponsoren gefiel die Geselligkeit der Zunft Heini von Uri Sursee am Apéro sehr gut.
Heiniball, Narrenlaufen, Umzug
Je nach Ausführung berechtigen die Plaketten seinen Besitzer oder seine Besitzerin zur Teilnahme am Heiniball (der Zunftball), am Narrenlaufen vom SchmuDo-Abend oder sie gelten als Eintritt zum Fasnachtsumzug vom Güdisziischtig.
Plaketten sind bei allen Mitgliedern der Zunft oder an folgenden Verkaufsstellen in Sursee erhältlich: Von Matt AG Papeterie und Buchhandlung Sursee, Stadtverwaltung Sursee, Restaurant Zellfeld Schenkon, Wirtshaus Wilder Mann Sursee, Restaurant Wyhof Sursee, Varathans Roof-Tp Bar, Sursee; Restaurant Baragge Sursee und Raiffeisenbank Luzerner Landschaft Nordwest Sursee.
Mit dem Kauf werden die mannigfachen Aktivitäten der Zunft zur Belebung der Fasnacht und alter Bräuche unterstützt. Dazu zählen die Besuchsfahrten in den Alters- und Betagtenzentren in und um Sursee, die Besuche in der Stiftung Brändi, die wunderbare Familienfasnacht am Güdismäntig, der Wagenbau für den Umzug tags darauf oder auch das Schlussbouquet einer jeden Soorser Fasnacht, das Böögverbrennen.
Weitere Fotos siehe hier.
03.01.2026 - Giovi Valetti ist Heinivater 2026
«Inere Wält vo Elfe, Fee ond Superhelde» heisst sein Motto für die kommende Fasnacht. Giovi Valetti führt als Heinivater 2026 durch die Jubiläumsfasnacht der Zunft Heini von Uri Sursee. Giovi Valetti ist der 140. Heinivater in der 150-jährigen Geschichte der Zunft Heini von Uri Sursee.
Ausserordentlich spannend war es auch heuer, bis Zunftmeister Florian Felber der Bevölkerung von Sursee und Umgebung vor dem Rathaus verkündete, wer Heinivater 2026 ist. Da die Zunft Heini von Uri Sursee in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum feiert, kreisten wiederum einige Namen herum. Bevor das Geheimnis gelüftet wurde, zog die Zunft Heini von Uri mit Gästen, anderen Zünften und Guuggenmusiken in einem Fackelzug in das verdunkelte Städtli und brachte alle in eine fasnächtliche, würdevolle Stimmung. Die Mitglieder der Zunft Heini von Uri Sursee haben danach in der Ankenwaage den neuen Heinivater Giovi Valetti mit grossem Jubel gewählt. Schon dort konnte der neue Surseer Fasnachtsfürst erste Gratulationen entgegennehmen. Schon dort strahlte er über alle Ohren.
Vor der eigentlichen Ausrufung hielt Zunftmeister Florian Felber inne und bat um eine Schweigeminute für die Opfer der Brandtragödie in Crans-Montana. Stille herrschte für kurze Zeit.
«Das Jubiläumsjahr ist etwas ganz Besonderes»
Danach verkündete der Zunftmeister den Namen des Heinivaters 2026: Giovi Valetti. Dieser zeigte sich anschliessend auf dem Rathausbalkon und bestätige die Annahme der Wahl in aller Öffentlichkeit: «Ja, ich nehme dieses ehrenvolle Amt gerne mit grossem Respekt, Demut und einer riesigen Freude an.» Die gesamte Surseer Fasnachtsbevölkerung freute sich lautstark mit ihm. Und die bestand aus einer grossen Menge. Nach Verlesen des althergebrachten Heinivaterbriefes und der Ausrufung von Giovi Valetti richtete der neue Heinivater das Wort an die Anwesenden. «Heute ist für mich ein besonderer Moment. Als neuer Heinivater darf ich eine Aufgabe übernehmen, die von Tradition geprägt und mit Verantwortung verbunden ist.» Das Jubiläumsjahr sei etwas ganz Besonderes. «150 Jahre Tradition, Brauchtum und Freude. Ich und meine Familie freuen sich riesig, das Jubiläumsjahr gemeinsam mit euch erleben zu dürfen.»
Die Verbindung mit dem Gründungsort
Der heute 55-jährige Heinivater wuchs im Aargau – unweit der Ruhestätte Leopolds III,, der in der Schlacht bei Sempach gefallen ist - auf. Seit 2003 lebt Giovi Valetti in Sursee. Er arbeitet bei PostFinance, wo er ein Softwareentwicklungsteam leitet. In die Zunft eingetreten ist er 2009 durch Altheinivater Ashish Arondekar. Jahrelang hat er mit Altheinivater Alois Amrein den Mottowagen gebaut und engagierte sich auch im Plaketten-Komitee. Seit 2023 trägt er als Nachfolger von Berno Schmid im Zunftrat Verantwortung. Im Zunftrat bekleidete der neue Heinivater das Amt des Zeugherrs. Für die FDP sitzt Giovi Valetti in der Einbürgerungskommission und der Umweltkommission der Stadt Sursee.
Seine Ehefrau Sonja Valetti-Steinger ist eine Ur-Surseerin. Ihr Vater Otto besass jahrelang das Restaurant Brauerei, wo die Zunft Heini von Uri vor 150 Jahren, am 9. Januar 1876 gegründet wurde. Die Heinimamme ist ein Jahr jünger als der neue Heinivater, betreibt in Sursee eine Massagepraxis und präsidiert die Lesegesellschaft Sursee. Daneben besteht die Heinifamilie aus den Heinigoofen Mara (Jahrgang 2004), Nika (2007) und Lenny (2010).
An der Inthronisation erläuterte Heinivater Giovi Valetti das Fasnachtsmotto 2026 «Inere Wält vo Elfe, Fee ond Superhelde». Für ihn symbolisieren Elfen die Vergangenheit, Feen die Gegenwart und Superhelden die Zukunft. In diesem Sinne passt das Motto sehr gut ins Jubiläumsjahr. Zu seiner Familie, den Zünftigen, befreundeten Zünften und Gästen sagte er: «Ihr alle seid der Grund, dass die Fasnacht mehr ist als ein Fest.»
Nach der würdevollen, stimmungsreichen Inthronisation lud der Heinivater Giovi Valetti zum Mehlsuppen-Essen in den «Hirschen» – einen Steinwurf entfernt vom Rathaus und mitten im Städtchen Sursee. Dort heizten die Surseer Guuggenmusiken nochmals richtig ein.
Neuer Altheinivater, drei neue Mitmeister und zwei neue Gesellen
Anlässlich des Dreikönigsbots im altehrwürdigen Refektorium des Klosters Sursee wurde Roger Kaufmann - Heinivater 2024 und danach Zunftherr - in das Amt des Altheinivaters befördert. Es ist dies das grösste Amt, welches die Zunft zu vergeben hat. Die drei Gesellen Marco Brütsch, Thomas Häcki und Guido Müller wurden einstimmig und unter grossem Applaus als Mitmeister gewählt. Sandro Ottiger und Marc Lichtsteiner wurden als neue Gesellen gewählt
Fasnachtsplakette 2026 erhältlich
Ab sofort sind die im Jubiläumsjahr besonders begehrten Soorser Fasnachtsplaketten bei allen Mitgliedern der Zunft – erkennbar am gelb/schwarzen Zunftornat – oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Sujet der Plakette 2026 erinnert an das Jubiläum 100 Jahre Zunft Heini von Uri und stammt wiederum aus der Feder des Altheinivaters und Goldschmieds Oliver Schnieper. In diesem Jahr stehen die Ausführungen «bronze», «gold», «Heiniplakette» und speziell eine Klein-Jubiläumsplakette zur Verfügung. Die Plakette wird dieses Jahr finanziell mitgetragen von der QLogBook GmbH von Mitmeister Carsten Scholl. Mit gezielten Events in der Vorfasnachtszeit wird die Plakette an das Publikum und die Freunde der Zunft gelangen.
Glück auf, Heinivater Giovi Valetti
Glück auf, Zunft Heini von Uri Sursee
Glück auf, Fasnacht 2026
07.11.2025 - Martinibot mit Verkündung des Fasnachtsmottos 2026
«Inere Wält vo Elfe, Fee ond Superhelde» heisst das Jubiläums-Fasnachtsmotto 2026 der Zunft Heini von Uri Sursee. Wer das mit Spannung erwartete Motto der Fasnacht 2026 auswählte, ist noch unbekannt. Denn welcher Zünftige das ehrenvolle Amt des künftigen Soorser Fasnachtsfürsten bekleidet, bleibt traditionell bis zur Inthronisation geheim.
Knapp 50 Altheiniväter, Alt- und Mitmeister sowie Gesellen trafen sich am vergangenen Freitag zum Martinibot der Zunft Heini von Uri Sursee im Restaurant Brauerei in Sursee. «Der heutige Ort ist symbolisch. Hier hat vor 150 Jahren die Gründung der Zunft Heini von Uri Sursee stattgefunden», begrüsste Zunftmeister Florian Felber die Anwesenden. Am Martinibot steht traditionell das neue Fasnachtsmotto im Zentrum des Interesses. «Heute öffnen wir die Tore in eine Welt, wo die Magie, die Fantasie und der Mut zu Hause sind», machte es der Zunftmeister spannend. Zauberhafte Feen, schelmische Elfen mit spitzen Ohren und Superhelden, die Gutes tun, würden an der Fasnacht übernehmen. Dann lüftete er das Geheimnis um das Fasnachtsmotto im Jubiläumsjahr 2026.
Es heisst: «Inere Wält vo Elfe, Fee ond Superhelde».
Von Feen, Elfen und Superhelden – Magie für Gross und Klein
Wenn die Zunft Heini von Uri Sursee mit den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern die schönste Jahreszeit feiert, hat es mit diesem Motto Platz von klein bis gross. Superman, Supergirl, Batman und viele mehr werden die Fasnacht bevölkern. Der noch unbekannte 140. Heinivater in der 150-jährigen Geschichte der Zunft Heini von Uri Sursee hat ein Motto gewählt, das sich in vielerlei Hinsicht ausleben lässt. Feen werden oft als übernatürliche Naturwesen beschrieben, die zwischen der Welt der Menschen und einer «Anderswelt» existieren. Sie personifizieren Naturkräfte – sind schön, verführerisch, aber auch unberechenbar. Elfen sind eher übernatürliche, lichtvolle Wesen, die langlebig oder gar unsterblich sind. Feen und Elfen vereinen Schönheit, übernatürliche Kräfte und Magie. Parallelen bestehen zwischen Feen, Elfen und Superhelden: Alle drei besitzen übernatürliche Kräfte, repräsentieren die menschliche Sehnsucht, das Übernatürliche zu verstehen, und spenden Hoffnung.
Vorfreude auf Dreikönigsbot 2026
In zwei Monaten, am Dreikönigsbot vom 3. Januar 2026, wird bekannt, wer hinter dem Fasnachtsmotto steht. Der Heinivater 2026 wird dann gewählt, ausgerufen und inthronisiert. Die Fasnacht 2026 wird besonders – feiert doch die Zunft Heini von Uri Sursee ihr 150-jähriges Bestehen.
Eine zünftige Ausstellung im Sankt Urbanhof
Über das Jubiläum informierten die verschiedenen Verantwortlichen des OK. Zunftmeister Florian Felber sprach von «einem bedeutenden Meilenstein», der bevorstehe. «Das OK hat intensiv am Jubiläumsprogramm gearbeitet und Ideen weiterentwickelt.» Um die Festschrift kümmert sich Altheinivater Beat Felder. Die erste Ausgabe ist bereits in der Surseer Woche erschienen, weitere werden folgen. Die Museumsausstellung im Sankt Urbanhof hat sich von einem Teilprojekt zu einem Grossprojekt entwickelt, wie Altheinivater Oliver Schnieper berichtete. «Das Wort zünftige Ausstellung wird die Museumsausstellung verdienen», kündigte er an und dankte für die grosse Unterstützung seitens Stiftungsrat, Stadtarchivarin Nicole Bättig, Maskengestalter Roger Stalder und Altheiniväter. Ziel ist, dass die Zunft Heini von Uri Sursee einige Anlässe – etwa das Lälli-Fäscht – wie auch öffentliche im Museum durchführen wird.
Die Narrennacht als Höhepunkt in der Fasnachtswoche
Gespannt wartete das Bot auf die Präsentation des Zunftweins 2026. Mitmeister Ivo Dos Santos brachte einige Flaschen des Weissweins mit zunfteigener Etikette mit und schenkte allen ein Glas aus. Nebst dem präsentierten Weisswein wird auch ein Rotwein die Gaumenfreuden begeistern.
Der Höhepunkt während der Fasnachtswoche wird die Narrennacht vom Güdismäntig werden. Mitmeister Severin Gerber lud alle ein, um 17 Uhr beim Restaurant Braui anwesend zu sein und auf die Reise in die Geschichte von Heini und Herzog Leopold III. sowie der Zunft Heini von Uri zu gehen. «Ein gigantisches Schauspiel in fünf Akten wartet auf euch. Endend als öffentlicher Anlass beim Rathaus mit Festbetrieb bis Mitternacht im Städtli»
Verdiente Ehrungen und ein flammender Appell zum Schluss
Am Schluss bedankte sich der Zunftmeister bei zwei verdienten Altheinivätern. Altheinivater Toni Sidler hat einen Grossteil seiner wertvollen Sammlung an zunfthistorischen Gegenständen und Aufzeichnungen im Namen der Zunft dem Stadtarchiv vermacht und sie so der Nachwelt erhalten. Altheinivater Beat Felder orchestrierte rund 20 Jahre lang den Gansabhauet und engagierte sich in der Kommission. Nun hat Altheinivater Oliver Jost seine Nachfolge übernommen.
«Beim Jubiläum braucht es alle – eure Ideen, eure Hände, eure Energie. Denn Grosses schaffen wir nur zusammen – und so macht es doppelt Freude», schloss Zunftmeister Florian Felber mit einem flammenden Appell das Martinibot 2025.
31.10.2025 - 22 Altheiniväter kamen zusammen
Nach guter Tradition kamen auch dieses Jahr die Altheiniväter und -mammas der ehrwürdigen Zunft Heini von Uri Sursee am Vorabend von Allerheiligen im Refektorium des Klosters Sursee zusammen. Die Gastgeberfamilie Altheinivater Roland Rüegg und Altheinimamma Barbara mit Altheinikinder Timo, Siri, Fernanda und Gregory boten einen Rückblick auf «ihre» Fasnacht 2015 mit dem Motto «Eifach Royal».
22 der noch lebenden 32 Altheiniväter und fast ebenso viele Altheinimammas kamen am 31. Oktober zusammen, um einen gemütlichen Abend unter Freunden im würdevollen Ambiente des Refektoriums zu geniessen. Im von der Altheinimamma und den beiden Töchtern herrlich dekorierten Refektorium zelebrierten die Gastgeber des Abends ihr Motto gleich doppelt: «Eifach Royal» esch eifach royal!
Von der Altheinimamma orchestriert servierten die Altheinikinder, dabei auch die Freundin von Timo, die Speisen. De erschti Gang: öppis Eifachs ond säuber gmacht vo de Altheinimamma: Chörbiscrèmesöppli. Der zweite Gang: Etwas Royales und von Freunden zubereitet: Viererlei vom heimischen Sugoi-Wagyu aus Willisau von Marcel Merz. Ja, erst 1869 durften die Tiere (Wagyu=Japanisches Rind) in Japan gegessen werden. Vorher waren es sehr verehrte Arbeitstiere. Kaiser Meiji öffnete über die Hafenstadt Kobe Japan nach Westen. Deshalb wird auch oft Kobe-Beef als Synonym für Wagyu verwendet. Nach dem zweiten Gang wurde angeregt über Wagyu ausserhalb Japan diskutiert und Marcel Merz konnte mit seinem Wissen sehr gut Red und Antwort stehen. Nach dieser etwas länger Pause wurde de dretti Gang: öppis Eifachs vom Schuelkolleg vo de Altheinimamma Jakob Aerne: Schenkli im Brotteig met Härdöpfusalot serviert. Abgerundet wurde das Essen mit dem vierten Gang: etwas Royales, mindestens dem Namen nach: die Royaltorte.
150 Jahre Zunft Heini von Uri Sursee
Zehn Jahre nach seinem Heinivater-Jahr darf der Altheinivater seine Fasnacht und die Veränderungen der letzten 10 Jahre in einer kurzen Ansprache wiedergeben. Wir haben 2 Kleider unserer Fasnacht mitgebracht, das Kleid von Siri und das Gwand von Gregory. Siri ist ein paar cm grösser geworden und könnte ihr Kleid locker an einem Ball wieder tragen. Beim Gwand von Gregory sieht man, dass der Zwerg von damals heute der Grösste der Familie ist. Neben der Krone der Altheinimamma liegt das Abschlussbuch von Fernanda auf, in dem die Zunft Heini von Uri Sursee und deren Anlässe und Figuren anhand der «eigenen» Fasnacht erklärt wird. Timo, der heute tatkräftige Helfer in der Küche, träumt schon vom Jubiläum 30 Jahre Diebetormtöibler im Jahre 2027, bei denen er seit unserer Fasnacht Mitglied ist.
Die ehrenvolle Aufgabe, dass man das Altheiniväter-Essen organisiert, hat den einmaligen Vorteil, dass man erfährt, wie international die Altheiniväter unterwegs sind. So bekamen wir Grüsse aus Afrika, vom fernen Osten, Japan und auch Frankreich.
Gerne durfte ich das Wort unserem Altheinivater Oli Jost übergeben: er informierte über die interaktive Museumsausstellung in Zusammenarbeit mit dem Sankturbanhof in Sursee. 150 Jahre Zunft Heini von Uri Sursee wird nächstes Jahr gefeiert, mit Startschuss nach Gansabhauet. Ab März 2026 wird uns das Museum während 150 Tagen zur Verfügung stehen. Uns stehen neben den Räumlichkeiten an sich auch der Gartenbereich zur Verfügung. Der Museumsbesuch wird zum Erlebnis für uns Zünfte, Freunde der Zunft, Interessierten wie auch Schülern. Dafür sorgen wird ein Konfettizimmer, ein Umzugswagen im Gartenbereich, der von den MuseumsbesucherInnen für unseren Fasnachtsumzug 2027 gebaut wird und das hitzige Erleben des Böögverbrennens. Wir Altheiniväter freuen uns, dass wir das Patronat für diesen Anlass übernehmen dürfen und werden es tatkräftig mit Zeit und Sponsoring unterstützen.
Der Abend unter Freunden wird auch nächstes Jahr stattfinden - dann unter der Organisation von Altheinipaar Jörg und Anita Portmann. Die Zünftigen treffen sich schon kommenden Freitag zum alljährlichen Martinibot, wohl zum letzten Mal im Restaurant Brauerei. An der GV der Zunft Heini von Uri Sursee wird gewählt, das Motto des kommenden Heinivaters bekannt gegeben, das Tätigkeitsprogramm der kommenden Fasnacht vorgestellt. Im nächsten Jahr stellt alles im Zeichen unseres 150-jährigen Jubiläums – eine Erfolgsgeschichte, die wir gebührend mit allen feiern werden.
Glück auf Jubiläum 2026, Glück auf Zunft Heini von Uri Sursee.
10.03.2025 - Heinivater Kari Setschi blickt auf die "beste Fasnacht der Welt" zurück
Da und dort liegt noch Konfetti in der Wohnung herum. Ich kann sie nicht auflesen, ich schwebe noch einen Meter über dem Boden. Es war die beste Fasnacht der Welt. Ich habe es in vollen Zügen genossen! Mein Chauffeur – der vorherige Heinivater Roger Kaufmann – durfte mich oft frühmorgens nach Hause bringen – das war eben ein Teil des «Sorglos-Pakets».
In Sursee herrschte Eiszeit. Am Schmutzigen Donnerstag schneite es noch dicke Schneeflocken. Am Samstag wehte uns der Biswind eiskalt um die Ohren. Und rechtzeitig auf den Umzug am Güdisdienstag bescherte uns Petrus bestes Sommerwetter. Das Motto Eiszeit zeigte uns viele Eskimos, Schneemänner, Eishockeyaner, Eisprinzessinnen und sogar Glacéverkäuferinnen. So brachte die Eiszeit auch Sommersujets hervor. Überall in den Restaurants und Einkaufsläden gab es Eiszapfen und Schneesterne. Es war wundervoll. Ich hoffe aber auch, dass da und dort das Eis schmelzen konnte. Ich erlebte wunderbare Begegnungen, schloss einige Freundschaften und blicke mit viel Freude auf die vergangenen Tage zurück.
Ausrufung des neuen Heinivaters (Inthronisation)
Die Vorbereitungen der Heinifamilie begannen im September 2024. Das Motto entstand innerhalb der Familie mit Brainstorming. Niemandem haben wir das Geheimnis verraten, wer die neue Heinifamilie sein wird. Am ersten Samstag nach dem Dreikönigstag wurde auf dem Rathausbalkon der Schleier gelüftet. Die Überraschung war riesig. Ich wurde als ältester je gewählter Heinivater und als erster Heinivater mit einem Heinigrossgoof gewählt. Es löste sich eine grosse Anspannung, und wir genossen die Freude der Fasnächtler, Freunde und Zünftigen. Es folgte die eindrückliche Inthronisation mit anschliessendem Mehlsuppenessen im Restaurant Brauerei in Sursee bis in die frühen Morgenstunden und unterstützt von unseren Guggenmusiken.
Voreiszeit (Vorfasnacht)
Kurz darauf durften wir unsere Heinivater-Pizza im Restaurant Zellfeld kreieren. Bald hatte ich die beste Pizza der Welt zusammen, ich hoffe, dass die salzigen Sardellen mit der süssen Ananas auch bei andern eine Geschmacksexplosion auslösen. Diese gibt es nun in allen Pizzerias in Sursee und Schenkon.
Wir besuchten mit einer Delegation unserer Zunft unsere befreundeten Zünfte in Sarnen (Lälli-Zunft), in Stans (Frohsinngesellschaft) und in Willisau (Karnöffelzunft) und erlebten, wie sie ihre Inthronisationen feiern. Auch der Stadtrat von Sursee beehrte uns an einem Abend zu Gschwellti und Käse. Ein schöner, heiterer Abend endete mit der Übergabe des Surseer Stadtschlüssels von unserer Stadtpräsidentin Sabine Beck. Den Auftrag, «schliess jeweils erst frühmorgens die Stadttore», nahm ich mir zu Herzen.
Der Start des ersten besuchten Maskenballs war der Mönschterball in Sursee. Jubelnd wurden wir im Brändi von der Mönschterguuggern mit dem Motto «Rockmusik» empfangen; ein richtig rockiges gelungenes Fest. Am späteren Abend verschoben wir uns an das Fäägerweekend, den Ball der Insalifääger-Ball in Mauensee. Weil es so fröhlich und heiter war, wurde es natürlich frühmorgens.
Das «Heinivater-Lied» am Heiniball
Am Tag danach fand unser grosser Heiniball im proppenvollen Pfarreizentrum in Sursee statt. Es war wunderschön, ein richtig schöner Maskenball! Für mich wurde sogar ein «Heinivater-Lied» von Ruedi Pflugshaupt und Franz Furrer komponiert und gesungen. Das war der absolute Burner für mich. Mein Lieblingseishockeyverein – der EHC Penguins – besuchte mich und gab mir einen Landjäger als Erinnerung an mein damaliges Eishockeypausen-Snack. Als Höhepunkt des Abends kam ein weiterer Überraschungsgast: Der legendäre Roli Huber unterhielt uns weltmeisterlich und brachte uns alle nur zum Lachen. In der ganzen Aufregung der Vorfasnacht ging doch glatt das Mehlsuppenessen vergessen :-)
Am Montag danach wurden wir als Heinipaar in das Kloster Sursee zum einmal jährlich stattfindenden Klostermahl eingeladen. Die Kapuziner erzählten eindrückliche Geschichten aus ihrem Leben. Am Dienstag ging es beim Pensioniertenball im Pfarreizentrum in Sursee etwas gemächlicher zu als drei Tage zuvor. Es war trotzdem spannend, Bekannte zu treffen. Am Freitagmorgen besuchten wir das Schulhaus Neufeld. Ich durfte 370 leuchtenden Kinderaugen Mutschli und Schoggistängeli verteilen.
Am Freitagabend besuchten wir die Götschizunft am Dorfball in Hildisrieden. Ein Maskenball wie in alten Zeiten, mit einer Demaskierung um 23:00 Uhr. Dies habe ich seit meiner Jugend nie mehr so erlebt.
Jeweils am Samstag vor dem Schmutzigen Donnerstag findet der A-PFEFF in Schenkon mit der Kinderfasnacht, dem Fasnachtsumzug und dem Monsterkonzert statt. Auch wir Zünftige aus Sursee wurden mit einer Delegation am Umzug durch das Dorf Schenkon eingeladen. Mit wehendem Banner liefen wir durch Schenkon und verteilten orangige Vitamine – die Zuschauer zeigten grosse Freude. Auch hier hat es mir gefallen, ich konnte einfach nicht nach Hause.
Tags darauf lud uns die Karnöffelzunft Willisau zum Internationalen Narrentreffen ein. Mit einer grossen Delegation durften wir am Umzug teilnehmen. Der Besuch in der Willisauer Altstadt und im Restaurant Tübeli sind ja legendär. Umso mehr, weil mein Bruder «Pöili» vor 12 Jahren in Willisau Zunftmeister war.
Der einzige Anlass in Luzern fand an der «Usgüüglete» Unter der Egg statt. Historisch wurde an der Usgüüglete die «Fasnacht ausgerufen», also auf die bevorstehenden, närrischen Tage hingewiesen. Heute ist die Usgüüglete ein fröhliches Stelldichein der verschiedenen Zünfte und Fasnächtlern aus Luzern und Umgebung. Dies wurde bei einem Kafi Huerenaff, Häxetee oder Bier, mit viel Guggenmusiken und DJ-Partysound gefeiert. Leider war es zu schön, um früh nach Hause zu gehen.
Eiszeit beginnend am Schmutzigen Donnerstag
Zum Fasnachtsstart am Schmutzigen Donnerstag erfolgte der Urknall um 05:00 Uhr, der Startschuss für die rüüdigsten Tage. Es folgten verschiedene Raketen, wer weiss, wer und wo die alle gezündet werden? Wir wurden um 05:30 Uhr zuhause geweckt. Eine riesengrosse Schar – in weissen Pyjamas und Morgenmäntel eingehüllt – holte uns ab.
Gemeinsam liefen wir dann im noch verschlafenen Städtli ein, wo die Guggsurruugger und die Diebetormtöibeler spielten, um danach die Mehlsuppe in der Sust zu geniessen. Es war kalt und es schneite dicke Schneeflocken – die Eiszeit in Sursee hatte begonnen.
Es folgten die Besuchsfahrten im Alterszentrum St. Martin und im Brändi an der Münsterstrasse. Am späten Nachmittag besuchten wir die Spatzentreff-Kinderfasnacht, die laut und bunt daherkam. Am Abend besuchten wir im Restaurant Brauerei das Narrenlaufen. Die Qualität der Darbietungen steigt immer mehr. Mit Ruedi Pflugshaupt als Ansager der jeweiligen Gruppen genossen wir im Restaurant Brauerei einen zusätzlichen Narrenläufer.
Am Fasnachts-Freitag durften wir das Brändi AWB Neubrugg besuchen. Die Kulturfasnacht auf dem Martignyplatz ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Surseer Fasnacht.
Die Besuche am Samstag und Montag im Pflegezentrum Feld in Oberkirch sowie im Pflegeheim Seeblick in Sursee waren sehr berührend. Wir erlebten eindrückliche Momente.
Am Fasnachts-Samstag folgte der Einzug ins Städtli. Das grossartige Monsterkonzert der Guggsurruugger war am Samstagabend überwältigend.
Am Sonntagmorgen durfte ich – mit einem kleinen brummenden Kopf – bei der fröhlichen und besinnlichen Narrenmesse in der Pfarrkirche Sursee mithelfen. Neben unserem Pfarreiseelsorger Matthias Walther gestalteten noch «d'Chelemüüs mit Kingpuin-Parade» und die Diebetormtöibeler die Messe.
Danach ging es an den Umzug in Beromünster. Mit einer grossen Delegation von Zünftigen, Frauen und Kindern nahmen wir mit dem Iglu-Mottowagen am Fasnachtsumzug teil. Der Schneefrauen-Tanz unserer Zunft-Partnerinnen hat mir riesig gefallen.
Am Montagnachmittag genoss ich an der Familienfasnacht im Städtli die legendäre Konfettischlacht – alle Kinder gegen den Heinivater.
Das Eis ist am Güdiszischtig geschmolzen
Das Ende der Fasnacht nahte, das Sommerwetter war zurückgekehrt, das Eis konnte schmelzen. Der Tag des grossen Fasnachtsumzugs in Sursee. Viel Freude bereiteten mir die vielen Eishockeyaner, Eskimos, Schneemänner, Eisprinzessinnen und Glacéverkäuferinnen. Der Umzugswagen der Brauigängbäng mit dem Motto «Sun, Fun and Homeoffice», der EHC Penguins und die Frauen der Zünftigen mit ihrem Schneefrauentanz, welche vom Sommer träumen, gefielen mir am besten. Auf dem letzten Wagen durften wir als Heinifamilie – mit Unterstützung unserer Schneefrauen – Orangen verteilen. Es war ein «once-in-a-lifetime-Erlebnis».
Der Böög, als Titanic gegen den Eisberg gestaltet, war viel zu schön, um verbrannt zu werden. Alle beteiligten Guggenmusiken verabschiedeten die für mich unvergessliche beste Fasnacht der Welt.
Dankeschön
Ein grosses Dankeschön sage ich allen, die diese Fasnacht mitorganisiert, gestaltet, mitgetragen haben. Einen besonderen Dank sprechen wir ebenfalls allen Sponsoren aus, ein spezieller Dank gebührt auch unserem Plakettensponsor, der Firma «sursee immo ag» von Andy und Sandra Gähwiler.
Schliesslich verdient auch die Heinimama ein grosses Kompliment. Sie ist ja für das Wetter verantwortlich. Das hat sie perfekt hingekriegt.
Irgendwann werde ich wieder festen Boden unter den Füssen haben und auch die letzten Konfettis in der Wohnung auflesen können.
Glück auf Zunft Heini von Uri Sursee
Glück auf Fasnacht 2025
Heinivater Kari Setschi





























